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- Paar - 2003  Wurzelholz 50 x 41 cm hoch
Daß die figürlichen Arbeiten formal die gleich Herangehensweise zeigen, kann man vielleicht am deutlichsten erkennen, wenn man ihre in Holz ausgeführten Figuren betrachtet. Elke Abraham sucht sich offenbar Materialien aus, die von sich her stark strukturiert sind. Bei den Arbeiten in Holz scheint ihr wenig daran zu liegen, einen homogenen Block als Ausgangs-Material zu bekommen, um eine vorab konzipierte Form zu realisieren - das führte die alten Holzbildhauer zu ihrer Liebe zur Linde. Sie sucht sich eher inhomogen Hölzer mit starker Maserung, mit Astlöchern und Wucherungen aus, z.B. einen rohen Wurzelstock.            Nun gilt es, die ihm angemessene Form zu finden.  D.h. ausgehend von den Knoten und Verwerfungen ihn so zu bearbeiten, dass durch die Wegnahmen an ihm gegliederte Volumina hervortreten  und in ein spannungsreiches Verhältnis zueinander geraten.   Manchmal verselbständigen sie sich auch in Paaren. Unterschiede in den Färbungen des Holzes und in der Maserung werden dann durch Glätten und Polieren als f0rmbestimmende Momente einbezogen.           Das scheint mir typisch für das Kunstschaffen von Elke Abraham zu sein: Immer sucht sie ein Synthese von formender Spontaneität und den durch das Material vorgegebenen Strukturen. Eigenschaften des Materials sollen zur Geltung kommen, indem ihm durch die Bearbeitung eine entsprechende Form und Struktur aufgeprägt wird:  Wirken lassen und Bearbeiten. Daß das Kunstschaffen wesentlich als ein Bearbeiten von Material geschieht, dessen Eigen- und Widerständigkeit anerkannt sein will, damit eine gute Form erreichbar wird, scheint mit eine wichtige Aussage der  Arbeiten von Elke Abraham zu sein.                   Prof. Dr. Lothar Schäfer
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